Mit dem Fahrrad bei Rot rechts abbiegen

Ein Ziel der dänischen Verkehrspolitik ist es, dänische Straßen für Fahrräder so attraktiv wie möglich zu machen. Der Grundgedanke ist: Das Fahrrad soll – zumindest in den Städten – immer die bessere Alternative zum Auto sein. Eingedenk dessen wird Dänemark seine Verkehrsordnung im September verändern.

Ähnlich wie in Deutschland kümmert sich ein beträchtlicher Prozentsatz der Fahrradfahrer nicht um die Gesetzgebung, die verbietet, an Kreuzungen bei Rot trotzdem rechts abzubiegen. (Wie lassen mal die Ampelkreuzungen in Deutschland außer Acht, die mit einem zusätzlich Schild mit einem grünen Kreuz ausgestattet sind.) Dabei riskieren die Übeltäter auf Rädern eine beträchtliche Strafe von 1.000 kr., wenn sie erwischt werden sollten. Dieses häufig beobachtete Verhalten war der Anlass für eine Studie des dänischen Transportministeriums. Zwischen 2014 und 2016 wurde untersucht, ob die Erlaubnis für Fahrradfahrer an roten Ampeln rechts abbiegen zu dürfen, zu einem erhöhtem Unfallrisiko führt. Das Forschungsprojekt wurde an 30 Ampeln verstreut über ganz Dänemark durchgeführt. Das Forschungsergebnis lässt sich damit kurz zusammenfassen, dass sich das Risiko nicht erhöht.

Der dänische Gesetzgeber wird die Regelungen zum 1. September 2016 anpassen. Ab dann dürfen Radfahrer in Dänemark, wenn die Ampel an der Kreuzung auf Rot steht, trotzdem rechts abbiegen. Das Transportministerium betont aber, dass es sich nicht um eine generelle Regelung handelt. Geeignete Kreuzungen werden explizit ausgewiesen werden!

 

Für weitere Information siehe Jyllands Posten.

 

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