Ringkøbing Fjord

Nördlich von Henne Strand – gleich „hinter“ Houstrup und Nørre Nebel – befindet sich der Ringkøbing Fjord. Aber der Name ist etwas irreführend. Dieser Fjord ist eigentlich ein ca. 300 km² großer und weniger als 2 m tiefer Strandsee, der von Süden nach Norden 30 km lang und von Westen nach Osten 12 km breit ist. Die nur ein bis zwei Meter breite Nehrung, die die Lagune von der Nordsee trennt, heißt „Holmsland Klit“. Diese Ausmaße machen den Ringköbing Fjord zur größten Lagune in ganz Dänemark.

Entstehung des Ringköbing Fjords

Der Fjord entstand durch Sandablagerungen, die die damalige Bucht langsam von der Nordsee abschnitt. Die letzte natürliche Öffnung zur Nordsee bei Nymindegab versandete Ende des vorletzten Jahrhunderts. Erst 1931 konnte an der schmalsten Stelle des Holmsland Klit, in Hvide Sande, eine Schleuse gebaut werden, um den Wasseraustausch zwischen Nordsee und Fjord wieder herzustellen. Die Verbindung zum Meer ist zwingend notwendig, um den Salzgehalt in der Lagune konstant zu halten. Die vielen Zuflüsse, insbesondere die Skjern Aa, würden ohne den Wasseraustausch den Salzgehalt reduzieren. Das hätte weitreichende Folgen für die Ökologie, da die Flora und Fauna vor allem durch Tiere, die im Brackwasser leben, geprägt ist.

Natur der Lagune

Bis auf den nordwestlichen Bereich (Dreieck Hvide Sande-Søndervig-Ringkøbing) steht der komplette Fjord inklusive der Insel Klægbanke und der Halbinsel Tipperne unter Naturschutz. Holmsland Kilt im Westen ist durch seine hohen Dünenketten geprägt. Ein breiter Schilfgürtel ist typischen für alle Uferseiten des Sees. Hinzu kommen Wiesen und Sumpfflächen, die regelmäßig überschwemmt werden. Im Süden lassen sich auch Wälder, Dünenheiden und Dünenseen finden.

Lachs, Forellen, Barsche, Hechte und Neunaugen machen den See für Angler interessant. Überwasser kommen Ornithologen auf volle Kosten: Rohrdommeln, Löffler, Graugänse, Pfeiffenten, Seeadler, Tupfelsumpfhühner und viele andere seltene Vogelarten können hier beobachtet werden. In letzter Zeit werden auch immer wieder Fischotter beobachtet.

Freizeit am Strandsee

Wem der Sinn nicht nur nach Natur steht, dem bietet der Fjord auch jede Menge Möglichkeiten. Wassersport wird hier ganz groß geschrieben. Der See ist eine beliebtest Revier für Windsurfer. Der meistens geringe Wellengang ist ideal für Anfänger. Natürlich sind Segeln, Wasserski, Wake Boarding, Kajak und Kanu fahren, SUP, … hier auch sehr beliebt bei Touristen und Einwohnern. Hinzu kommen die Städte entlang des Ufers, die zahlreiche Shoppingmöglichkeiten und Kulturangebote bieten.